· 

Polarlichter in Hessen

Ich war noch ahnungslos, als mir eine Freundin im Chat schrieb, dass sie am Abend nach Polarlichtern Ausschau halten würde.  Ich wünschte ihr viel Glück und beabsichtigte selbst eigentlich nicht, abends nochmal rauszugehen, weil ich doch schon ziemlich müde war. Als ich dann doch ein bisschen im Internet recherchierte und las, dass die Chancen, sogar in Hessen Polarlichter zu sehen, wirklich groß waren, war ich dann doch wieder hellwach. H. und ich entschlossen uns, aus dem lichtsmogverseuchten Frankfurt raus und in die Wetterau zu fahren.
Wir kamen gegen 22:30 Uhr an und gesehen hat man, wenn überhaupt, erstmal nur wenig. Aber nach einiger Zeit (brrr, kalt), so gegen 00:30 Uhr, wurde es farbig: über rot zu pink, gelb bis hin zu grün leuchtete der Nachthimmel, davor Altocumulus (Schäfchenwolken), durch deren Lücken man die Sterne sehen konnte.

 

Ursache für das eindrucksvolle Schauspiel waren heftige Sonnenstürme, mit denen geladene Teilchen auf das Magnetfeld der Erde trafen und Moleküle in der Atmosphäre ionisierten. Handelt es sich bei diesen Molekülen um Sauerstoff, bildet sich i einer Höhe von ca. 120km grünes Licht. In größerer Höhe, bei ca. 200km, emittieren die ionisierten Moleküle rotes Licht. Stickstoff erzeugt hingegen blaue bis violette Farbtöne.

 

Ohne das Magnetfeld der Erde wären wir nicht mehr am Leben, oder besser gesagt: es hätte uns wohl gar nicht erst gegeben. Und das Magnetfeld wiederum existiert, weil unsere Erde einen eisenhaltigen Kern besitzt. Also da habenwir doch echt mal Glück gehabt, oder?
Und dann noch als Sahnehäubchen obendrauf das tolle Farbspektakel. Da kriegt man schon was geboten ;-)

 

 

Mehr:

 

 Simpy Science: Wie das Magnetfeld die Erde schützt

 

 TerraX auf Youtube: Wie entstehen Polarlichter?

 

Spektrum der Wissenschaft: Polarlichter über Deutschland

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0